Auf neuen Wegen / travel adventures · Gedanken über mich und die Welt / just thinking...

Über mich oder Warum ich blogge und mache, was ich halt so mache

Wer bin ich und was mache ich hier eigentlich? Gute Fragen, die ich mir sehr oft stelle, aber leider höchst selten klar beantworten kann. Generell ist meine Antwort ja, dass ich es nicht weiss. So musste ich in den letzten Jahren erkennen, dass ich sehr wenig weiss, noch viel weniger, als ich dies bis dahin allenfalls geglaubt hatte. Und vielleicht ist alles andere auch eine Ilusion, denn was können wir schon sicher wissen?

Ich weiss selten mal, wie es mir geht (zumindest nicht so, dass ich es in ein simples Wort packen könnte, wie die meisten, die das fragen, es gerne als Antwort hätten), was denn nun meine Pläne sind, meine Ziele, wo ich die nächsten Monate sein werde,… Was ich bitteschön hier auf Erden soll, was meine Berufung ist, mein Antrieb, und auf die mich immerquälende Frage nach dem Sinn, weiss ich sowieso keine Antwort – mal so´n kleines bisschen mehr, aber dann auch bald wieder eher sehr viel weniger. 

Ich bin in der Schweiz geboren und aufgewachsen, habe auf unterschiedlichen Stellen gearbeitet und verschiedenes studiert, u. a. Soziale Arbeit, habe dann aber vor über zwei Jahren alles gekündigt und tingle seitdem durch die Welt (Hauptbeschäftigung: grübeln, meditieren und schweigen, vegan schlemmen, Freunde treffen und neue Leute kennenlernen, lesen, mich mit Yoga, Ayurveda, Ernährung und Spiritualität im Allgemeinen befassen, neues ausprobieren, einfach mal sein). Ohne Plan, was meine Reiseroute wohl auch bestens wiedergibt. Als ich dann tatsächlich mal wieder zu planen wagte, kam dies sowieso ganz anders als dann eben geplant, so dass ich jetzt nicht in Indien, sondern schon seit einem Monat in Berlin bin und da vielleicht sogar fürs Erste bleiben werde. In der Hoffnung, dass sich alles Weitere dann schon zeigen wird, wie es das bisher ja auch getan hat.

Vom Bloggen habe ich offensichtlich null Ahnung und ich hatte mich bisher auch nicht da-mit befasst. Aber in Berlin gibt es ja viele tolle Postkarten, und auf einer davon las ich diese Tage: „Die Aufgabe im Leben ist seine Talente zu entdecken. Der Sinn des Lebens liegt darin, diese Gaben mit anderen zu teilen.“ Das mit den Talenten ist auch so eine Sache bei mir. So habe ich immer alle beneidet, die etwas klar gut konnten und wollten und dies mit aller Leidenschaft verfolgt haben. Ich kann irgendwie alles so´n bisschen und kann mich auch für das meiste mal mehr oder weniger begeistern, aber dabei verzettel ich mich dann wohl eher in all dem vielen, als dass es wohin führt. Wobei sich die Frage stellt, ob denn alles irgendwo-hin führen muss, wohin denn überhaupt, oder ob es auch einfach mal sein darf, so sein, wie es halt ist. 

Die Frage nach dem Sinn kann ich mir in Endlosschlaufe stellen, und habe das vor allem die letzten Jahre auch wieder ziemlich ausführlich gemacht. Aber um mal wo anzufangen, kann ich wohl essen, lachen und auch genauso viel weinen, (an der Welt ver)zweifeln, reisen (oder fliehen), mir übermässig viele Gedanken machen über Gott, mich und die Welt und damit Notizbücher vollkritzeln, und ich halte grundsätzlich sehr viel davon zu teilen, sehe sogar auch einen gewissen existenziellen Sinn darin, wenigstens im Kleinen. Und vielleicht reicht das ja auch, das Kleine, das oft eben gar nicht so klein ist, sondern viel grösser, als wir glauben.

Es hat sich vor allem auch auf meinen Reisen oft gezeigt, dass wir in den Grundzügen alle dieselben Ängste und Zweifel, ähnliche Träume, Wünsche und andere „Widrigkeiten“ haben, und mir tut es immer wieder gut, mich mit meinen in Gesprächen oder in den Texten und Liedern anderer zu finden. Sollte ich im Gegenzug auch nur jemandem da draussen mit meinem Blog das Gefühl (oder auch sonst irgendetwas: eine Information, einen Hinweis oder Denkanstoss, …) geben können, dass er damit – was auch immer „damit“ in dem Moment ge-rade sein mag – nicht alleine ist, dann macht meine Anwesenheit hier auf Erden gleich schon wieder ein kleines bisschen mehr Sinn. Und dafür danke ich. Ein DANKESCHÖN an jeden, der mich auf meinem weiteren Weg oder zumindest einem Teil davon begleiten möchte!

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