Alltagsanekdoten / everyday life

Die ultimative Challenge – Tag 9: aktiv werden

Zugegeben, wie das mit guten Vorsätzen nun mal leider so ist – es ist nicht ganz so arg viel daraus geworden. Die 180-Grad-Wendung wie von Zauberhand hat (zumindest bisher) nicht stattgefunden – zu schön wär’s gewesen, aber gleichzeitig wohl auch sehr unrealistisch. ABER: So oft ich mich wohl immer noch aufregen mag, ich werde mir dessen wieder etwas mehr und eher bewusst; dass ich es nun doch wieder tue und doch eigentlich gar nicht will. Und wie viele Fallen da auch sind in den Kontakten mit meinen Mitmenschen, vor allem wenn sich diese gewöhnt sind, dass ich doch mitmache, mich mit ihnen über andere(s) aufrege.

So gerade auch wieder meine Mutter, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters – zurecht – unter der um sich schlagenden Digitalisierung leidet. Ältere Menschen werden davon wahrlich mehr und mehr ausgeschlossen, und dass es Angst macht, wenn auch immer mehr Stellen davon verdrängt und dann auch zum Beispiel Poststellen und Bahnhofschalter geschlossen werden, versteh ich. Nur ändert es etwas, sich darüber aufzuregen? Wohl nicht wirklich. Vielleicht bekommt’s der eine oder andere mit und dies regt gewisse Gedankengänge bei ihm an, aber das ginge dann ja auch anders und nachhaltiger.

Anstatt die Energie dafür zu verpuffen, sich aufzuregen, warum stattdessen nicht bewusst aktiv werden. Und sei es nur im sehr Kleinen, indem man sich der Digitalisierung, wo möglich, verwehrt, indem man zum Beispiel in Supermärkten nicht den Self-Checkout benutzt, sondern konsequent an bedienten Kassen ansteht, damit diese Arbeitsplätze nicht verloren gehen.

Denn müssen wir alles machen, nur weil es möglich ist? Menschen dann mit Robotern ersetzen, um gleichzeitig Beschäftigungsprogramme für diese Menschen zu schaffen, damit sie dennoch eine Tagesstruktur haben. Macht das Sinn? Für mich nicht so. Und leider gibt es in unserer Gesellschaft arg viel, das für mich keinen Sinn macht – und über das ich mich dann aufrege. Nur dass es halt nichts bringt… sich aufzuregen. Sich dieser Dinge bewusst zu sein, jedoch sehr wohl. Damit ich wenigstens in dem Rahmen, der mir zur Verfügung steht – so beschränkt er auch sein mag -, dagegen ansteuern und vielleicht auch bei anderen diesbezüglich den einen oder anderen Gedankengang anstossen und damit einhergehend ein bewussteres Handeln bewirken kann.

Sich bewusst machen, warum man sich jetzt ärgert (bzw. ärgern würde wollen) und wo man denn eigentlich steht, und von da aus dann bewusst seine Werte leben, anderen auch vorleben, damit sich peu à peu dann vielleicht doch mal etwas in eine Richtung bewegt, in der man es gerne hätte, damit man sich nicht mehr ganz so oft würde aufregen wollen.

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