Alltagsanekdoten / everyday life

Die ultimative Challenge

Wenn schon dreissig Minuten eine Herausforderung sind. An Stunden, gar Tage oder Wochen kaum zu denken. Und doch möchte ich es versuchen. Wieder und wieder – idealerweise ohne je zu scheitern, wobei das dann vielleicht etwas gar utopisch ist. Dafür kenne ich mich schon zu lange zu gut.

Was ich versuchen möchte? Mich nicht mehr aufzuregen. Denn das kann ich soooo gut. Da hätte ich wohl den schwarzen Gürtel – wenigstens da -, wenn es ihn denn gäbe. Vielleicht ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser doch noch eingeführt wird, auch grösser, als dass ich meinem Vorhaben auch nur ansatzweise nahekomme, aber ich möchte es wenigstens versucht haben. Und sei es nur, damit einst auf meinem Grabstein stehen kann: „Sie hat es versucht“.

Ich rege mich nicht nur gut und oft auf, ich mach es wohl auch irgendwie gerne, inbrünstig, denn sonst würde ich es ja nicht so oft tun, wie sonst kaum etwas. Warum, weshalb, wieso – sei es, um mich damit über andere zu erheben und mich nicht selbst so mickrig zu fühlen, oder weil ich damit ja auch nicht immer Unrecht und einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe (der sich jedoch auch anders äussern könnte) -, das soll jetzt, zumindest für den Moment mal, nebensächlich sein. Denn ich möchte mich nun ja darauf konzentrieren, fortan gelassen, ja geradezu die Ruhe selbst zu sein – oder zumindest was in die Richtung.

Meinen zahlreichen Triggern nicht so gar viel Macht über mich und meine Stimmung zu geben – nicht nur im Moment, sondern ja auch noch lange darüber hinaus. Mich nicht mehr festzukrallen an allem, das ein Nervpotenzial hat. Und dieses lang und breit zu treten, bis jeder, der das Glück hat, es gerade und auch noch Stunden, Tage, Wochen danach mit mir zu tun zu haben, es auch ja mitbekommen hat, was mir wieder Nerviges, Ungerechtes, Anstössiges und so weiter und so fort wiederfahren ist.

Finde ich denn dann überhaupt noch etwas, über das ich mich unterhalten kann? Ich hoffe es.

Die ultimative Challenge also: mich die nächsten zwei Wochen mal über nichts und niemanden aufzuregen. Nicht, weil alles gut und glatt läuft – das soll es hier auf Erden wohl einfach nicht -, sondern weil ich mich dazu entscheide, anders darauf zu reagieren. Challenge accepted!

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